Arequipa: Das kleine Rom

Arequipa: Das kleine Rom

Die letzten Tage war ich in Arequipa, wo es eigentlich nicht viel zu sehen gibt. Ich hab die Station zwischen geschoben, um mich langsam an die Höhe zu gewöhnen und nicht gleich den Sprung nach Cusco auf 3400 Meter zu wagen. So traf es sich ganz gut, dass ich ausgerechnet in Arequipa krank wurde und zwei Tage im Bett verbrachte. Hier hat mich wirklich alles auf einmal erfasst: Durchfall, Erkältung und erste Symptome der Höhenkrankheit wie Kopfdröhnen, Kurzatmigkeit und schnelle Erschöpfung.

Nach zwei Tagen im Bett mit Pizza (Lieferdienste gibt es auch in Peru) und Weißbrot (nette Rezeptionistinnen, die für einen einkaufen gehen, auch), schleppe ich micht raus in die Stadt. Arequipa ist laut, voll, wuselig und stinkt furchtbar nach Abgasen. Es liegt in einer Art Tal zwischen zwei Vulkanen, deren Spitzen jedoch die meiste Zeit von Wolken oder Dunst verhangen sind.

Das historische Zentrum ist schön, sehr weiß und wirkt sehr europäisch. Ein bisschen wie ein kleines Rom. Ich buche eine Stadtrundfahrt für den nächsten Tag und gehe Mittagessen. Eine Panflöten-Band spielt „El Condor pasa“ und ich freue mich, so ein astreines Peru-Klischee zu finden.

Nach diesem kleinen Ausflug bin ich schon erschöpft und muss zurück ins Hostel. Vorher gehe ich noch einen Kaffee trinken in einem deutschen Kaffeehaus, von dem ich in in der „Quer durch Peru“-Gruppe auf Facebook erfahren habe. Ich unterhalte mich mit der Besitzerin Antonia, einer Deutschen, die es der Liebe wegen nach Arequipa verschlagen hat. Danach noch zum Markt Muña-Öl kaufen, angeblich eine traditionelle peruanische Wunderwaffe gegen gewisse Verdauungsbeschwerden.

Am nächsten Tag mache ich eine Stadtrundfahrt und besuche das schöne Kloster Santa Catalina, das eine kleine Stadt in der Stadt ist. Es erinnert mich ein bisschen an den Vatikan. (Macht ja auch Sinn, wenn der Rest so römisch daher kommt.) Außerdem sehe ich meine ersten Lamas und Alpacas und lerne auch gleich, wie man sie unterscheiden kann: Alpacas haben einen Puschel auf dem Kopf. Beide gehören übrigens zur Familie der Kamele, was ich vorher nicht wusste.

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